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Nußdorfer Wehr und Schemerlbrücke

Das Nußdorfer Wehr wurde zwischen August 1894 und 1899 errichtet. Als künstlerischer Beirat der Commission für Verkehrsanlagen in Wien erarbeitete Otto Wagner die Pläne für die architektonische Gestaltung des Wehrs mit der Schemerlbrücke, seinen Nebengebäuden und (möglicherweise) der Schleusenanlage. 

Aufgrund seiner Lage an der Abzweigung des Donaukanals von der Donau zum Stadtzentrum von Wien sah Otto Wagner das Wehr als Stadttor und stattete es dementsprechend repräsentativ mit wuchtigen Pylonen aus, die Löwenfiguren aus Bronze von Rudolf Weyr tragen. Diese Löwen waren Modell für das Firmenlogo der Automobilfabrik Gräf & Stift.

Namensgeber dieser auch als „Löwenbrücke“ bekannten Brücke war Joseph Schemerl von Leythenbach (1752–1844), k.k. Hofrat und Hofbauratsdirektor, der schon 1810 ein Projekt einer Donauregulierung ausarbeitete, das aber nicht verwirklicht wurde.
Die Errichtung der Brücke war für die Wehranlage aus statischen Gründen notwendig, denn die drei Hauptträgerwände sowie der starke horizontale Träger nahmen den Wasserdruck und das Eigengewicht der Brücke auf. Sie wurde aber auch für den technischen Betrieb der Wehranlage benötigt. Sie umfasst Wehrfelder, die bei Bedarf ins Wasser abgesenkt werden können. Sie regelt den Zufluss von Donauwasser in den Donaukanal, der hier beginnt.

Im April 1945 wurde die Schemerlbrücke wie die anderen Donaukanalbrücken durch Sprengung unbenutzbar gemacht. 1947 wurde zunächst ein Holzsteg für Fußgänger errichtet. Zwischen 1953 und 1955 wurden die Kriegsschäden behoben und 1978 erfolgte eine gründliche Sanierung.

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